2026_Charity-Episode IV

Foto: Jörg Nordhausen

Foto: Jörg Nordhausen

Eine starke Gemeinschaft für kranke Kinder

Wenn aus Fantasie wirkliche Hilfe wird

Nun liegt die Charity-Episode IV hinter uns.

Was bleiben wird, sind nicht nur viele Bilder eines außergewöhnlichen Nachmittags. Es sind vor allem die Begegnungen, die strahlenden Augen der Kinder und die Erfahrung, was möglich wird, wenn ganz unterschiedliche Menschen bereit sind, ihre Zeit, ihre Leidenschaft und ihre Fähigkeiten für eine gemeinsame Sache einzubringen.

Am 1. November 2026 durften wir das Bürgerhaus Lohra für einige Stunden in unsere ganz eigene kleine Galaxis verwandeln. Von 13:30 bis 18:00 Uhr drehte sich dort alles um Cosplay, Fantasie, Kreativität und Begegnung und vor allem um die Unterstützung der Kinderklinik Marburg.

Eine Idee, die nur gemeinsam funktionieren kann

Als ich mit den Planungen zur Charity-Episode IV begonnen habe, war mir eines besonders wichtig:

Ich wollte nicht einfach eine Veranstaltung organisieren.

Ich wollte Menschen zusammenbringen.

Menschen, die bereit sind, etwas von sich zu geben. Ihre Zeit, ihre Ideen, ihre Fähigkeiten oder einfach ihre Freude daran, anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Unter unserem Motto „Gemeinsam verändern wir die Welt“ entstand nach und nach genau diese Gemeinschaft. Vereine, Helferinnen und Helfer, Jugendliche, Cosplayerinnen und Cosplayer und viele weitere Unterstützende machten aus einer Idee einen Nachmittag, den ich sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werde.

Die Veranstaltung war als Familiennachmittag bei freiem Eintritt angelegt, dessen Einnahmen der Kinderklinik Marburg zugutekommen sollten.

Viele kleine Welten unter einem Dach

Was mich besonders gefreut hat, war die Vielfalt.

Überall im Bürgerhaus passierte etwas anderes. Kinder konnten kreativ werden, sich schminken lassen, malen und basteln. Es gab eine Fotobox, Schwarzlichtangebote und sogar die Möglichkeit, Lichtschwerter zu bauen und sich mit deren Führung zu beschäftigen. Auch für das leibliche Wohl wurde von verschiedenen Gruppen und Vereinen gesorgt.

Aber für mich waren es weniger die einzelnen Stationen, die diesen Nachmittag ausgemacht haben.

Es waren die Menschen dahinter.

Menschen, die vorbereitet, aufgebaut, organisiert, gebacken, gekocht, betreut, erklärt, fotografiert, aufgeräumt und immer wieder dort angepackt haben, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wurde.

Vieles davon sieht man später auf keinem Foto.

Und trotzdem wäre ohne genau diese Menschen kein einziges dieser Bilder entstanden.

Wenn plötzlich Helden durch Lohra laufen

Natürlich gehörten unsere Cosplayerinnen und Cosplayer zu den ganz besonderen Blickfängen des Tages.

Für einen Moment schien es tatsächlich so, als hätten sich verschiedene fantastische Welten mitten in Lohra getroffen.

Aber für mich steckt hinter Cosplay weit mehr als ein beeindruckendes Kostüm.

Hinter jeder Maske, jeder Rüstung und jedem Lichtschwert steht ein Mensch, der Zeit investiert, Leidenschaft mitbringt und an diesem Tag bereit war, diese Begeisterung mit anderen zu teilen.

Gerade die Begegnungen mit den Kindern haben mir wieder gezeigt, welche besondere Kraft darin liegen kann.

Für die einen ist es „nur“ eine Filmfigur.

Für ein Kind aber kann diese Figur in diesem Augenblick wirklich ein Held sein.

Kreativität kennt keine Grenzen

Ein besonderer Teil des Programms entstand gemeinsam mit dem Verein für Jugendhilfen Leppermühle e. V..

Kinderschminken sowie ein Schwarzlicht-Bastel- und Malbereich gehörten zu den angekündigten Angeboten. Dort konnten Kinder ihrer eigenen Fantasie Raum geben und anschließend erleben, wie ihre Arbeiten unter Schwarzlicht eine vollkommen neue Wirkung entwickelten.

Für mich passte gerade dieser Bereich wunderbar zu dem Gedanken der gesamten Veranstaltung.

Manchmal braucht es nur ein anderes Licht, einen anderen Blickwinkel oder einen Menschen, der einem die Möglichkeit gibt, etwas auszuprobieren.

Und plötzlich wird etwas sichtbar, das vorher vielleicht verborgen geblieben wäre.

Aus Euro wurden Credits und aus Credits wurde Hilfe

Auch beim Bezahlen wollten wir unsere kleine galaktische Welt nicht verlassen.

Für einige Stunden gehörten deshalb nicht nur Lichtschwerter und fantastische Charaktere zum Bürgerhaus. Auch unsere eigenen „Credits“ wurden Teil des Erlebnisses.

Natürlich war das spielerisch gemeint.

Doch hinter diesem Spiel stand ein sehr reales Ziel:

Jeder Beitrag sollte am Ende Kindern zugutekommen.

Und genau deshalb ist die Zahl, die nach der endgültigen Abrechnung übrig geblieben ist, für mich weit mehr als nur eine Summe.

1.621,80 Euro für die Kinderklinik Marburg

Das ist der endgültige Erlös unserer Charity-Episode IV.

1.621,80 Euro.

Darüber freue ich mich sehr.

Aber wenn ich auf diesen Tag zurückblicke, sehe ich hinter dieser Zahl noch etwas anderes:

Ich sehe die vielen Stunden Vorbereitung.

Ich sehe Menschen, die Tische getragen und Räume vorbereitet haben.

Ich sehe Helferinnen und Helfer an den Stationen.

Ich sehe fantastische Kostüme.

Ich sehe Kinder, die basteln, staunen und lachen.

Und ich sehe Menschen, die an diesem Nachmittag vielleicht zum ersten Mal miteinander gesprochen haben und am Ende gemeinsam Teil derselben Sache geworden sind.

Deshalb sind diese 1.621,80 Euro für mich nicht einfach nur ein finanzielles Ergebnis.

Sie sind das Ergebnis von Gemeinschaft.

Mein ganz persönliches Dankeschön

Eine Veranstaltung wie diese trägt niemals die Handschrift eines einzelnen Menschen.

Auch wenn die Idee vielleicht bei einem Menschen beginnt, braucht sie viele andere, damit daraus Wirklichkeit werden kann.

Deshalb gilt mein Dank allen Vereinen, Organisationen, Unterstützerinnen und Unterstützern, den Jugendlichen, den vielen helfenden Händen und natürlich ganz besonders unseren Cosplayerinnen und Cosplayern.

Ebenso danke ich allen Gästen.

Denn auch die schönste Charity-Veranstaltung funktioniert nur, wenn Menschen kommen, mitmachen, lachen, staunen und bereit sind, die gemeinsame Idee zu unterstützen.

Was bleibt …

Vielleicht war die Charity-Episode IV für die einen einfach ein schöner Familiennachmittag.

Für andere war es die Gelegenheit, einmal Spider-Man, einen Stormtrooper oder einen anderen Helden aus nächster Nähe zu erleben.

Und vielleicht erinnern sich einige Kinder später vor allem an ihr selbst gebautes Lichtschwert, ein Foto oder ein leuchtendes Kunstwerk.

Für mich persönlich bleibt noch etwas anderes:

die Gewissheit, dass Gemeinschaft tatsächlich etwas verändern kann.

Vielleicht verändern wir nicht an einem einzigen Nachmittag die ganze Welt.

Aber wenn viele Menschen bereit sind, etwas von sich zu geben, können wir die Welt eines anderen Menschen vielleicht für einen kleinen Moment heller machen.

Und manchmal ist genau das der Anfang.

Gemeinsam verändern wir die Welt.

Nicht irgendwann.

Sondern immer dann, wenn wir damit beginnen.

Foto: Reiner Weber

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Fotos: Reiner Weber

Foto: Reiner Weber

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Vorbericht auf mittelhessen.de

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Vorbericht Oberhessische Presse

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Oberhessische Presse vom 05. November 2027

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